Blockchain

Was die "Distributed-Ledger-Technologie" für das Asset Management bedeutet

In Kürze

  • Distributed-Ledger-Technologien (DLTs oder Blockchain) wurden erfunden, um viele Probleme zu lösen, die Finanzdienstleister nicht im gleichen Maße wie andere Branchen teilen - nämlich um Vertrauen und zentrale Koordination. Dennoch sollten die Vermögensverwalter optimistisch sein.
  • Vorteile könnten sich vor allem auf drei Arten manifestieren: Erstens, wie sich Vermögensverwalter organisieren. Zweitens, in der Struktur des Marktökosystems. Drittens, bei den Basiswerten selbst - was ein Vermögensverwalter zum Nutzen seiner Kunden kaufen kann.
  • Zu den Verbesserungen der Geschäftsmodelle gehört es, die Notwendigkeit paralleler Aufzeichnungen und Abstimmungen zu umgehen und operative Risiken zu minimieren. Für die Vermögensverwaltungsbranche müssen bestimmte Informationen öffentlich sein, von der regulatorischen Berichterstattung bis hin zu den Handelspreisen, und so genannte öffentliche Register liefern die Basis, die von anderen überprüft werden können. Ebenso könnten viele der von Analysten verwendeten Inputs vollständig auf Blockchains laufen, sei es aus Grundbuchdaten oder Unternehmensinformationen. Oder die Regulierungsbehörden können beschließen, ein Kundenregister in einer öffentlichen Blockchain zu verwalten.
  • Der Vertrieb ist ein weiterer Schwerpunkt, bei dem DLT zu einem besseren Service für die Kunden führen könnte. Der radikalste Ansatz wäre eine Tokenisierung von Anteilen an Anlagevehikeln, d.h. einen ganzen Fonds in eine Blockchain zu stecken. Dies würde effiziente Zeichnungs- und Rücknahmemechanismen ermöglichen und den Sekundärhandel von Anteilen erleichtern. Es könnte auch die Kosten senken, indem es die Händler disintermediiert.
  • In der Zwischenzeit könnten alltägliche Asset-Management-Prozesse wie Onboarding, Dokumentenmanagement, Trade Execution and Settlement, Eigentumsübertragung, Abstimmung und Dividendenempfang durch so genannte Smart Contracts erfolgen. Diese ermöglichen es, auch fortgeschrittene Teile der Geschäftslogik zu automatisieren. Darüber hinaus könnten auf diese Weise Aktivitäten wie das regulatorische Meldewesen und die Investor Relations effizienter gestaltet werden.
  • Im Hinblick auf das Marktökosystem könnte DLT einen wesentlichen Einfluss auf die Organisation des Handels mit Basiswerten haben. Dies könnte wichtige Bereiche wie Abwicklungsgeschwindigkeit, Sicherheiten-Management, Handelsabstimmung oder Asset Life-Cycle-Management verändern.
  • Eine weitere selten erwähnte Gelegenheit für Vermögensverwalter ist, wie Blockchain potenziell neue Geschäfte in Grenzmärkten öffnen und erleichtern kann. Tatsächlich ist Blockchain am wertvollsten in Ländern mit radikal unterschiedlichen Rechtsordnungen und lokalen Konventionen.
  • Schließlich bietet die Erforschung neuer Blockchain-basierter Lösungen Vermögensverwaltern die Möglichkeit, alte Technologien mit einem neueren Code zu aktualisieren, der auf weitgehend getesteten Systemen basiert, die von einem großen Pool externer Talente erstellt wurden. Der Überprüfungsprozess selbst sollte zu langfristigen Verbesserungen führen, die den Kunden zugutekommen.
  • Klicken Sie hier, um den vollständigen Artikel auf Englisch zu lesen.

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