ESG Basics

Nachhaltiges Investieren leicht gemacht

Bis 2030 Investitionen von

180 Milliarden USD

jährlich nötig, um das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. [1]

ESG-Investments kosten keine Performance

Bei erfolgreichem aktivem Fondsmanagement besteht sogar die Chance auf bessere Performance bei gleicher oder sogar geringerer Volatilität. [2]

Im aktuellsten

Risiko-Bericht des WEF

sind bereits drei der fünf größten Risiken dem Bereich Umwelt zuzuordnen. [3]

Mehr als nur drei Buchstaben – ESG wird unsere Welt verändern

ESG ist die Abkürzung für die englischen Begriffe: Environment, Social, Governance. Im Deutschen also: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Wie nachhaltig ist ein Unternehmen oder ein Staat aufgestellt? ESG- Kriterien, die sich als Standard im Finanzsektor und der Unternehmenswelt etabliert haben, helfen dabei, diese Fragen zu beantworten. Bei der nachhaltigen Geldanlage geht es darum, wie aus diesen drei Bereichen sinnvoll Entscheidungen herangezogen und beurteilt werden können, um letztendlich einen Beitrag zum gesamtheitlichen Ziel der Nachhaltigkeit in der Welt zu leisten.

E wie Environmental

Ökologie und Umwelt

Das "E" misst, wie sich das Handeln von Unternehmen auf die Umwelt auswirkt. Es geht darum, ob Unternehmen Umweltrichtlinien einhalten, wie effizient sie mit Energie und Ressourcen umgehen, welchen Effekt die Produktion von Waren auf die Umwelt hat und wie stark sie sich engagieren, Kohlenstoffemissionen zu reduzieren.

Konkrete Fragen sind: An welchem Standort wird produziert? Woher kommen die für die Warenproduktion nötigen Rohstoffe und wie werden diese hergestellt? Welche Sicherheitsvorkehrungen gibt es bei der Gütergewinnung oder -herstellung? Welche Auswirkung haben die Waren auf die Umwelt, wie nachhaltig sind diese verpackt? Oder auch: Wird für den Betrieb von Produktionsstätten oder von Bürogebäuden erneuerbare Energie genutzt? 

 

Risiken reduzieren

Unternehmen, die keine Maßnahmen zur CO2-Reduzierung oder zum Schutz vor Umweltvorfällen wie zum Beispiel Luft-, Wasser- und Ölverschmutzung oder Bergbauexplosionen ergreifen, könnten mit staatlichen oder behördlichen Sanktionen, strafrechtlicher Verfolgung und Reputationsschäden konfrontiert werden. Alles Punkte, die sowohl für Interessenvertreter des Unternehmens als auch für dessen Aktionäre konkrete Risiken darstellen.

 

S wie Social

Fairness wird belohnt

Das "S" berücksichtigt die sozialen Kriterien bei der Unternehmensbewertung. Dazu zählen zum Beispiel gute Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung, die Einhaltung von Arbeitsrechten und Anti-Diskriminierungsrichtlinien, die Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung, die Versammlungsfreiheit, die Zusammensetzung und die Fluktuationsrate der Belegschaft. Aber auch Lieferketten, Verbraucherschutz und die Produkthaftung werden unter diesem Punkt beleuchtet. 

Unternehmen mit einer guten sozialen und fairen Ausrichtung gelingt es meist besser, langfristig Vertrauen und Loyalität aufzubauen. Das wiederum trägt zu einem widerstandsfähigen und nachhaltigen Geschäftsmodell bei. Beliebte Arbeitgeber sind daher auch am Kapitalmarkt meistens sehr erfolgreich. Die soziale Komponente von „ESG“ gilt als die relevanteste, wenn es um die Frage geht, Firmenrisiken zu minimieren.

G wie Governance

Unternehmensethik und Unternehmensrichtlinien

Das "G" in ESG steht für Governance und zielt auf Faktoren der Unternehmensführung ab, auch auf die langfristige und nachhaltige Unternehmensentwicklung. Es wird untersucht, wie Rechte und Verantwortlichkeiten unter den verschiedenen Beteiligten in Unternehmen verteilt sind – einschließlich des Vorstands, der Manager, der Aktionäre und weiterer Interessenvertreter.

Es geht um Fragen wie: Wie vielfältig ist der Aufsichtsrat aufgestellt und wie unabhängig und qualifiziert ist die Besetzung? Ist die Aufsichtsrats-Vergütung angemessen und wird diese transparent dargestellt? Welche Rechte haben Aktionäre? Welche Richtlinien gibt es zur Bekämpfung von Bestechung, Korruption und Betrug und wie werden diese umgesetzt? Wie transparent wird das vergangene Geschäftsjahr im Jahresbericht und im Nachhaltigkeitsbericht aufgearbeitet?

 

Gewichtiges „G“

Für ein Urteil im Hinblick auf Chancen und Risiken ist das "G" von zentraler Bedeutung. Unternehmen, die in puncto guter Unternehmensführung weit unter dem Durchschnitt liegen, können anfälliger für Missmanagement oder Skandale sein und ihre Fähigkeit riskieren, im Laufe der Zeit Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen. Hinzu kommt: Schlechte Unternehmensführungspraktiken können auch die ‚E‘ und ‚S‘ Faktoren eines Unternehmens beeinflussen. Ist die Unternehmensführung korrupt, kann es auch an einer nachhaltigen Unternehmensausrichtung oder guten Arbeitsbedingungen mangeln.

Herr Braun erklärt Grün

Weltweit wachsender Regulierungsdruck

Die Bedeutung von Nachhaltigkeit spielt nicht nur im Alltag eine immer wichtigere Rolle. Auch im finanzpolitischen Umfeld wird sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene immer häufiger darüber debattiert. Der EU-Aktionsplan für nachhaltige Finanzen ist ein erstklassiges Beispiel für die wachsende Zielstrebigkeit ESG-Kriterien im Finanzwesen zu etablieren. Hierüber werden einerseits die Bemühungen der Europäischen Union unterstützt, die in Paris verabschiedeten ambitionierten Klima- und Energieverpflichtungen zu erfüllen. Dazu gehören die Senkung der Treibhausgasemissionen und die Verdoppelung des Anteils der erneuerbaren Energien am End-Energieverbrauch. Darüber hinaus ist die Europäische Kommission auch bestrebt, den Kapitalfluss in Bereiche zu lenken, welche die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) fördern. Vermögensverwalter wie die DWS sind entscheidend für die Gestaltung der Kapitalflüsse in Richtung nachhaltige Anlagen.

ESG Handbook

Da regulatorische Vorgaben wie der EU-Aktionsplan das Thema ESG weiter vorantreiben werden und Unternehmen Nachhaltigkeit integrieren müssen, hat die DWS ein Kompendium entwickelt, das Produkt-agnostisch der Wissensvermittlung zum gesamten Themenspektrum dienen soll: ESG - Das Handbuch. Es beleuchtet regulatorische Vorhaben, gesellschaftliche Entwicklungen und erläutert Themen, wie die Relevanz von Daten. Untermauert werden die Themenbereiche an geeigneter Stelle durch Einblicke in das Vorgehen der DWS. Zudem bietet es für unsere Kunden, Hinweise und Empfehlungen, wie sie sich auf nachhaltiges Investieren vorbereiten können.

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Nachhaltiges Investieren hat einen positiven Einfluss

Eine Metastudie des DWS-Portfoliomanagers Dr. Gunnar Friede in Zusammenarbeit mit den Professoren Timo Busch und Alexander Bassen von der Universität Hamburg aus dem Jahr 2015 hat die sich hartnäckig haltende Überzeugung, dass sich nachhaltiges Investieren nachteilig auf die Rendite auswirkt, erheblich ins Wanken gebracht.

Die Autoren analysierten mehr als 2000 empirische Studien über den Zusammenhang zwischen ESG und finanzieller Performance und kam zu dem Schluss, dass es überwiegende Beweise für die Wirtschaftlichkeit von ESG-Investitionen gibt und die Berücksichtigung von ESG-Kriterien beim Investieren im Durchschnitt keine Performance kostet. Insbesondere bei Aktien und sogar überproportional bei festverzinslichen Wertpapieren und Immobilien konnte dieser Effekt festgestellt werden. Aus regionaler Sicht zeigten die Studien zudem, dass ESG-Effekte in Nordamerika, aber auch in den Schwellenländern besonders relevant für die Wertentwicklung waren.

1. Quelle: Organisation der Vereinten Nationen, Januar 2019.

2. Quelle: Metastudie über ESG Performance von Friede, Busch, Bassen, Universität Hamburg, Dezember 2015.

3. Quelle: WEF Global Risks Report 2019; Figure IV: The Evolving Risks Landscape, 2009 – 2019

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