Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS
Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.
29.05.2026
Die US-Produktivität steigt wieder. Für ein KI-getriebenes neues Wachstumsregime reicht das aber noch nicht.
Früh in Douglas Adams’ Per Anhalter durch die Galaxis kommt Arthur Dent zu einem Schluss: „Keine Panik“ ist das erste Hilfreiche oder Verständliche, das ihm an diesem Tag jemand sagt. Das ist auch ein guter Rat für alle, die aus US-Produktivitätsdaten Schlüsse für Arbeitsmarkt und Anlageentscheidungen im Zeitalter künstlicher Intelligenz ziehen wollen.
Unser Chart of the Week vergleicht seit 1985 das jährliche Wachstum der US-Produktion je Arbeitsstunde außerhalb der Landwirtschaft mit der realen Stundenvergütung. Die Produktivität hat sich vom Rückschlag nach der Pandemie erholt. Sie wächst inzwischen schneller als die realen Löhne. Mit anderen Worten: Die US-Wirtschaft produziert mehr je Arbeitsstunde. Und die Kaufkraft der Haushalte steigt ebenfalls – nur langsamer.
Genau dieses Muster wollen KI-Optimisten sehen. Der designierte Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Kevin Warsh, argumentiert seit Langem: KI-getriebene Produktivitätsgewinne könnten strukturell disinflationär wirken. Sie senken Kosten und dämpfen Preise. Reallöhne könnten steigen, ohne dass nominale Lohnkosten aus dem Ruder laufen. Auf längere Sicht ließen sich so auch niedrigere Zinsen leichter begründen.
Nur können Notenbanker selten auf einen einzigen Wirkungsmechanismus setzen – selbst wenn sie ihn richtig erkannt haben. „Außerhalb der volkswirtschaftlichen Lehrbücher bleibt selten alles andere gleich“, sagt Christian Scherrmann, Chief U.S. Economist bei DWS. Warsh muss sich zunächst mit Ölpreisen und Inflationserwartungen beschäftigen. Kurzfristig könnte der KI-Investitionsboom diese Aufgabe sogar erschweren, weil daraus die Nachfrage häufig genau dort steigt, wo sich ohnehin schon Knappheiten abzeichnen – von Kapital und Kupfer bis zu Elektrikern.
Die Datenlage bisher zeigt: Produktivitätsgewinne auf Aufgabenebene sind real, aber eben nur für ganz bestimmte Tätigkeiten. Und nicht unbedingt dort, wo die Nachfrage am stärksten ist. Viele schwer automatisierbare Aufgaben erfordern weiter Urteilsvermögen, Kontext und organisatorischen Wandel. Oft braucht es auch handwerkliches Geschick. Wie frühere Technologieschübe dürfte KI relative Preise und Löhne lange bewegen, bevor der gesamtwirtschaftliche Effekt klar messbar wird.[1]
Preissignale zeigen Haushalten und Unternehmen, wann und wie sie sich anpassen sollten. Vielleicht sogar, indem Softwareentwickler zu Elektrikern umschulen. Solche Übergangsprobleme erklären mit, warum neue Technologien erst mit Verzögerung in Produktivitätsstatistiken auftauchen. Vorerst gilt Arthur Dents Lektion weiter: keine Panik – und das erste verständliche Signal nicht mit der endgültigen Antwort verwechseln.

Quellen: Bureau of Labor Statistics, Haver Analytics, DWS Investment GmbH; Stand: 1. Quartal 2026.
* Veränderung gegenüber Vorjahr; US-Unternehmenssektor außerhalb der Landwirtschaft.
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