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Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS

Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.

KI wir­belt die Bör­se durch­ein­an­der – was tun? Dran­blei­ben!

26.02.2026

Für wei­te­re In­for­ma­tio­nen wen­den Sie sich bit­te an:

Die Künstliche Intelligenz fordert gerade die Aktienmarktintelligenz heraus. Wen sie verschlingt und wem sie nutzt, darüber wechseln die Meinungen im Wochentakt. Von der erhöhten Nervosität lassen wir uns nicht anstecken. Wir gehen davon aus, dass die KI-Euphorie weitergeht, in einem insgesamt positiven Aktienmarktumfeld. Es ist aber unserer Meinung nach schwer, in einen breiten KI-Korb zu investieren, vielmehr müssen Einzeltitel selektiv ausgewählt werden.

Mega-Sektorrotation zum Jahresauftakt

Der gute Jahresstart an den Aktienmärkten täuscht darüber hinweg, dass es unter der Haube ordentlich brodelt. Einzeltitel mit zweistelligen Tagesverlusten sind keine Ausnahme; defensive Sektoren legen gegenüber Wachstumswerten so stark zu wie zuletzt in Zeiten von Covid, Finanzkrise oder Internetblase: im S&P 500 liegen nach sieben Wochen die Basiskonsumgüter über zehn Prozent im Plus und der Softwaresektor um über 20 Prozent im Minus. Linearität ist dem KI-Segment fremd; vermeintliche Gewissheiten werden im Handumdrehen revidiert; Gewinner und Verlierer geben sich die Hand. Die Anleger sind nervös. Doch letztlich passt das Marktgeschehen zu unserer Überzeugung, dass wir keine KI-Blase, sondern einen KI-Boom erleben, dem die Börse mit „rationalem Überschwang“ folgt.


Gold(AI)locks stützt Aktien

Die Wirtschaft wächst solide und die Gewinne der börsennotierten Unternehmen legen noch stärker zu – zweistellig in den USA für die kommenden Jahre. In den USA und Europa unterstützen eine expansive Fiskalpolitik und die Aussicht auf stabile oder sinkende Zentralbankzinsen. Die Gefahr, dass die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sich über 4,5 Prozent festsetzen könnte, betrachten wir als sehr gering – eine wichtige Stütze für Wachstumswerte. Die Berichtssaison zum vierten Quartal 2025 hat gezeigt, dass die KI-Firmen weiterhin hohes Gewinnwachstum liefern.

Rationaler Überschwang – KI ist struktureller Boom, nicht Blase

Auch 2026 bleibt die KI-Dynamik ungebrochen: die fünf großen Hyperscaler dürften ihre Investitionen um mehr als 50 Prozent hochfahren, womit sie die Erwartungen erneut übertroffen hätten. Ebenso übertrafen bereits jetzt viele KI-Produkteinführungen die Erwartungen und es berichtete eine zunehmende Anzahl großer Konzerne vom erfolgreichen KI-Einsatz. KI ist kein isoliertes Sonderthema, sondern ein sektorübergreifender Treiber zur Umsatzsteigerung und/oder Kostenreduzierung. Anders als zu Zeiten der Internetblase sehen wir Teile, aber nicht den Gesamtmarkt als überwertet an. Wir sprechen auch insofern von rationalem und nicht irrationalem Überschwang, da wir keine Überkapazitäten im Markt sehen und keine sektorweite Überschuldung droht. Googles jüngste Anleihenplatzierung – 32 Milliarden Dollar binnen 24 Stunden –, zeigt, wie locker das Geld für KI noch sitzt.

Schlachtfelder meiden, auf Engpässe setzen

Seit Jahresanfang wurde ein Sektor nach dem anderen an der Börse abgestraft, der unter dem Verdacht stand, ein von KI vermeintlich leicht angreifbares Geschäftsmodell zu haben. Firmen aus den Sektoren Software, Datenlieferanten und -verarbeiter oder Marktplätze etwa. Die Bewertung des Softwaresektors ist dadurch so schnell und stark wie selten eingebrochen. Wir meiden diesen Brennpunkt jedoch weiterhin, auch wenn die Kurse einiger Hersteller geschäftskritischer Betriebssoftware ihren Boden gefunden haben dürften. Wir bevorzugen weiterhin Firmen, die in Bereichen mit Angebotsengpässen tätig sind. Dazu gehören die Halbleiterhersteller (vor allem Speicher-Chips) aus Asien; Unternehmen, die im weiteren Sinne die Infrastruktur der KI zur Verfügung stellen, insbesondere die Elektrifizierung; oder aber die Energiehersteller und -verteiler selbst. Die Engpässe haben darüber hinaus aus unserer Sicht den Charme, den Aufbau von Überkapazitäten vorzubeugen.

Überkapazitäten auch in wachsenden Märkten möglich

Entlang der langen KI-Wertschöpfungskette können sich Engpässe und Überkapazitäten die Hand geben. Daher können nicht nur Firmen, deren Geschäftsmodell durch KI angegriffen werden können, zu den Börsenverlierern zählen. Es reicht, in einem Sektor tätig zu sein, dessen Angebot schneller als die Nachfrage wächst – das ist auch bei hohem Marktwachstum möglich. So dynamisch, wie sich der KI-Markt zeigt, können Engpässe schnell in ein Überangebot umschlagen – was auch KI-Pioniere dann zum Straucheln bringen kann.

Auf regionale Streuung achten

Wir haben jüngst den US-Aktienmarkt herab- und den europäischen und japanischen Markt heraufgestuft. Wir glauben, dass frisches Anlagegeld nicht mehr automatisch in den technologielastigen US-Markt fließen wird. Die Sorgen um weitere KI-getriebene Disruptionen dürften der Ausweitung der Bewertungsmultiplikatoren Grenzen setzen. Den Wunsch der Investoren, sich regional breiter aufzustellen, sehen wir ungebrochen.

Volatilität kein Grund, KI an der Börse zu meiden

Wir glauben, dass 2026 aus Anlegersicht weniger von Makro-, als von Sektor- und Unternehmensthemen geprägt sein wird. Mit Marktrücksetzern und hoher intra- und intersektoraler Volatilität wird zu rechnen sein. Kein Grund, das KI-Thema zu meiden, wenn man folgende Punkte beachtet:

  1. Kurse laufen lassen, also rationale Euphorie dort zulassen, wo Wachstum und Wertschöpfung sichtbar sind. Solange der Wirtschaftszyklus weiterläuft, dürfte auch der Schwung an der Börse anhalten.
  2. Ungewissheit, und damit jene umkämpften Sektoren meiden, in denen unklar bleibt, in welchem Maße sie von KI obsolet gemacht werden.
  3. Den Fokus auf Engpässe legen, in denen Knappheit Preissetzungsmacht und Ertragsvisibilität schafft.

Im Portfoliokontext folgen wir folgendem Dreiklang: Über Aktien an technologischen Innovationen teilhaben. Dabei aber in die Breite gehen und nicht nur auf KI im engeren Sinne setzen. Über die Streuung auf verschiedene Anlageklassen und Regionen zudem die Stabilität des Portfolios erhöhen. Auf diese Weise partizipiert man am strukturellen Aufwärtspotenzial, bei gleichzeitiger Widerstandsfähigkeit gegenüber Schocks, die bei dieser geopolitischen Gemengelage nicht ausgeschlossen werden können.