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Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS

Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.

Deut­sche Bau­wirt­schaft im Wan­del

Chart of the week
Alternative Anlagen
Makro
Industrie

19.09.2025

Während der Wohnungsbau schwächelt, zeigen sich Tief- und Spezialbau robust

Crane Lowering Girders to Two Builders
Deutsche Bauwirtschaft im Wandel

Die deutsche Bauwirtschaft präsentiert sich gespalten. Während der Wohnungsbau weiterhin unter Druck steht, entwickeln sich andere Bausegmente deutlich robuster. Die Gründe für diese Divergenz sind vielfältig, zeigen aber auch die strukturellen Herausforderungen und Chancen der Branche. Unser Chart of the Week zeigt das Auseinanderdriften von Deutschlands Hoch- und Tiefbau, wobei der gesamte Wohnungsbau zum Hochbau zählt, während Straßen, Schienen und erstaunlicherweise auch Brücken zum Tiefbau zählen.[1]

Der deutsche Wohnungsbau leidet unter den gestiegenen Zinsen, hohen Baukosten und zunehmender regulatorischer Unsicherheit. Doch während der Wohnungsbau schrumpft, zeigen andere Segmente der Bauwirtschaft Aufwärtstendenzen. So profitiert der Tiefbau vom Ausbau des Schienennetzes, der Stromtrassen und der digitalen Infrastruktur. Auch der Tunnel-, Brücken- oder Anlagenbau verzeichnet stabile bis steigende Auftragseingänge. 

Ein entscheidender Impuls kommt von der deutschen Politik: Das neue Infrastrukturpaket der Bundesregierung sieht Investitionen von bis zu 500 Milliarden Euro für die nächsten zwölf Jahre vor. Bereits im Jahr 2025 sollen über 100 Milliarden Euro fließen und unter anderem dem öffentlichen Bau einen kräftigen Schub verleihen.[2]

„Bau ist eben nicht nur Wohnungsbau“, beschreibt Martin Moryson, Global Head of Economics bei DWS, die Lage. „Gerade der öffentliche und gewerbliche Bau profitiert von langfristigen Infrastrukturmaßnahmen und verzeichnet deutliche Zuwächse.“

Die positive Entwicklung ist jedoch nicht ohne Herausforderungen. Der Fachkräftemangel bleibt ein zentrales Problem. Viele Betriebe haben Schwierigkeiten, kurzfristig qualifiziertes Personal zu finden. Langfristig dürften steigende Löhne den Sektor jedoch wieder attraktiver für Arbeitnehmer machen. Es handelt sich um einen klassischen Engpassmechanismus, der mittelfristig zu einer höheren Beschäftigung führen sollte - sofern die Rahmenbedingungen stimmen.

Die Infrastrukturpläne der Bundesregierung sollten zum Konjunkturmotor werden. Die Entwicklung im Spezial- und Tiefbau zeigen bereits, was möglich ist, wenn politische Impulse auf gesellschaftlichen Bedarf treffen. Und selbst im Wohnungsbau könnte es wieder bergauf gehen. Schließlich fehlen nach der rückläufigen Bautätigkeit dort jede Menge Wohnungen. All dies setzt aber voraus, dass es gelingt, die Engpässe am Arbeitsmarkt zu entschärfen. Denn nur mit ausreichend Fachkräften lässt sich bauen, was geplant ist.

Deutsche Bauwirtschaft zeigt uneinheitliches Bild

* Gleitender Durchschnitt
Quellen: Haver Analytics, DWS Investment GmbH; Stand: 17.09.2025

Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung von DWS Investment GmbH wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können. Alternative Anlagen sind mit diversen Risiken behaftet, nicht unbedingt für jeden Anleger geeignet und für jedes Portfolio verfügbar.