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Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS

Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.

Stabile Arbeitslosenquote, nervöse Stimmung

Chart of the week
Amerika
Makro
Artificial Intelligence

05.12.2025

Offizielle Arbeitslosigkeit bleibt niedrig, doch die Angst vor dem Jobverlust wächst. Was zählt mehr: Statistik oder Stimmung?

Man Concerned By Implications Of Artificial Intelligence

Technologischer Wandel war in der Vergangenheit selten ein Spaziergang. Wird das im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI) anders? Die US-Arbeitslosenquote verharrt bei 4,4 % – eigentlich beruhigend. Doch der Schein trügt. Unser Chart of the Week erzählt diesmal gleich zwei Geschichten: Seit 2021 hat sich die Arbeitslosigkeit kaum bewegt. Das Jobwachstum verlangsamte sich nach der Präsidentschaftswahl 2024, doch die meisten Indikatoren deuten auf eine allmähliche, aber nicht abrupte Abschwächung hin. Strengere Einwanderungskontrollen verzerren jedoch die Aussagekraft der Quote. Gleichzeitige Änderungen in Handels- und Migrationspolitik, oft ohne Vorwarnung, bergen Risiken struktureller Ungleichgewichte und wachsender Lohnunterschiede zwischen Branchen.

Doch das ist – zumindest noch - nicht das Hauptthema. Vielmehr scheinen die Erwartungen der Erwerbstätigen ungewöhnlich pessimistisch. Die zweite Kurve im Chart zeigt: Immer mehr Menschen rechnen damit, ihren Job binnen eines Jahres zu verlieren – und zweifeln daran, schnell wieder Arbeit zu finden. Früher lief diese Erwartung meist parallel zur Arbeitslosenquote. Zuletzt scheint aber die gefühlte Unsicherheit zu wachsen, obwohl die Arbeitslosenzahlen stabil bleiben.

Das deutet unserer Meinung nach auf tiefere Probleme hin. Künstliche Intelligenz ist das Schlagwort des Jahres, doch bislang fehlen klare Belege für ihren Einfluss auf den Arbeitsmarkt – von gesamtwirtschaftlich messbaren Produktivitätschüben ganz zu schweigen.[1] Viel entscheidender scheint die Unsicherheit über KI zu sein. Die Aussicht auf Wandel, befeuert durch medienwirksame Entlassungen und anhaltende Konjunktursorgen, sorgt für Ängstlichkeit. Der jüngste Government Shutdown, der den Arbeitsmarktbericht verzögerte, hat die Unsicherheit noch verstärkt. Die Arbeitslosenzahlen blieben zwar stabil, doch das Unbehagen wächst.

Das könnte auch politisch relevant sein. Wie der Wirtschaftshistoriker und Nobelpreisträger Joel Mokyr schon vor 30 Jahren schrieb: „Technologischer Fortschritt schmälert das Vermögen derer, deren Kapital – ob real oder menschlich – an die alte Technik gebunden ist und sich nicht umwandeln lässt.“[2] Oft sind es die Erwartungen, nicht die Fakten, die das Verhalten bestimmen.

„Es sind nicht die Zahlen, die die Leute nachts wachhalten – es ist die Unsicherheit über das, was kommt“, sagt Christian Scherrmann, US-Volkswirt bei DWS. Die eigentliche Wirkung von KI zeigt sich vielleicht weniger in den Arbeitsplätzen, die sie heute ersetzt, als vielmehr in der Unsicherheit, die sie für die Zukunft mit sich bringt. Die Lücke zwischen Gefühl und Realität beeinflusst Politik und Unternehmen gleichermaßen.

Die Angst vor Arbeitslosigkeit nimmt zu – obwohl die U.S. Arbeitslosigkeit selbst kaum steigt

Quellen: Federal Reserve Bank of New York, Haver Analytics, DWS Investment GmbH; Stand: 30.11.2025
* Netto-Erwartung: Arbeitsplatzverlust binnen 12 Monaten abzüglich der Hoffnung, binnen 3 Monaten wieder einen Job zu finden (bei Jobverlust heute)

Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung von DWS Investment GmbH wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können. Alternative Anlagen sind mit diversen Risiken behaftet, nicht unbedingt für jeden Anleger geeignet und für jedes Portfolio verfügbar.