Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS
Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.
21.11.2025
Mexiko im Rampenlicht: Trotz Bedenken im Vorfeld der US-Wahlen legte der Peso seit den Wahlen zu, und lokale Anleihen glänzten. Was steckt hinter dieser Robustheit?
Im März 1993 hatte Mexiko ein Problem. Und zwar nicht – oder zumindest noch nicht – das, was heute mit der Tequila-Krise von 1994 verbunden wird. Kurz gesagt: Internationale Anleger waren deutlich mehr vom Land und seinen Vermögensgütern begeistert, als es die zaghaften Fortschritte der Realwirtschaft rechtfertigten.[1]
Nun wiederholt sich Geschichte zwar nicht, aber mitunter reimt sie sich in charmanter Weise. Im Dezember 1994 verloren Investoren abrupt die Geduld. Vor den US-Präsidentschaftswahlen 2024 fürchteten viele, dass das Ergebnis ähnliche Dynamiken auslösen könnte. Doch nach den Wahlen legte der Peso zu, und mexikanische Lokalwährungsanleihen gehörten zu den renditestärksten weltweit seit Jahresbeginn.[2]
Banxico, Mexikos Zentralbank, hat sich längst als Inflationsbekämpfer bewährt. Als die Preise nach der Pandemie stiegen, reagierte sie schnell. Wie unser Chart of the Week zeigt, konnte Banxico deshalb früh mit Zinssenkungen beginnen. Unserer Ansicht nach ist Mexikos Widerstandskraft kein Zufall, sondern Ergebnis der bitteren Lektionen der Krisen der 1980er und 1990er Jahre. Das Land hat sich von Dollarschulden verabschiedet und finanziert sich zunehmend in lokaler Währung. Ein flexibler Wechselkurs und eine unabhängige Zentralbank können als Puffer wirken, wenn Investoren nervös werden. So könnte die Wirtschaft weniger anfällig für externe Schocks sein.
Natürlich bleiben Risiken. Die Inflation erweist sich als hartnäckig, die Haushaltskonsolidierung bleibt ein laufender Prozess – und das ist nur eine von mehreren offenen Reformbaustellen. Finanzielle Ansteckungseffekte und die USMCA-Überprüfung 2026 könnten ebenfalls für Turbulenzen sorgen. Mexikos tiefe Integration in den nordamerikanischen Handel hat sich zum zweischneidigen Schwert entwickelt, abhängig von der sich wandelnden politischen Dynamik in den USA.
Doch diese Logik gilt auch umgekehrt – zumindest für Wechselkurse und Märkte insgesamt. „Meiner Meinung nach war die Stärke des Pesos kein Zufall – sie spiegelt Jahrzehnte an Reformen und den Wechsel zu Lokalwährungsfinanzierung wider, der scheinbar die Spielregeln für Schwellenländer-Investoren verändert hat“, sagt Xueming Song, Währungsstratege bei DWS. „Aber sie wurde auch durch Zweifel am US-Dollar und die drohende Aushöhlung der Unabhängigkeit der US-Notenbank begünstigt.“
Stabile Inflation ließ der Banxico Spielraum für frühe Zinssenkungen
Quellen: Haver Analytics, DWS Investment GmbH; Stand: November 2025
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