Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS
Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
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20.02.2026
Auch unter Warsh würde die US-Notenbank ihre Bilanz nur behutsam verkleinern – das Finanzsystem der USA macht schnelle Schritte riskant.
Kommt es bei der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) demnächst zu einem grundlegenden Kurswechsel? Der als Fed-Chef nominierte Kevin Warsh hat diese Aussicht bereits
mehrfach ins Spiel gebracht.[1] Doch auch nach Warshs potentieller Ernennung: Für Anleger zählt weniger die Ankündigung als die Funktionsweise der Bilanz.
Unser Chart of the Week vergleicht den Anteil der von der Fed gehaltenen US-Staatsanleihen mit dem US-Verbraucherpreisindex (VPI) gegenüber dem Vorjahr. Deutliche Sprünge im Fed-Anteil fallen mit Phasen zusammen, in denen Inflation später wieder zu größeren Problemen führte – am deutlichsten in den 1970er Jahren und erneut nach der Pandemie. Das heißt nicht, dass die Bilanz jeden Preisschub „verursacht“. Aber sie ist ein Hebel, der verstärken kann, was Fiskalpolitik und Angebotsschocks bereits angestoßen haben.
Warsh gilt als langjähriger Kritiker der quantitativen Lockerung (QE) und einer Bilanzausweitung über das hinaus, was zur unmittelbaren Bewältigung einer Finanzkrise nötig wäre. Doch warnt Christian Scherrmann, Chief US Economist bei DWS davor, aus früheren Aussagen vorschnell auf Kurswechsel zu schließen. Zum Teil spiegelt dass Veränderungen im US-Finanzsystem in den vergangenen Jahrzehnten wider.
Großvolumige Anleihekäufe in früheren Krisen bedeuteten: Die Fed kaufte Staatsanleihen – und in geringerem Umfang auch andere Wertpapiere – am Markt. Dadurch wuchs ihre Bilanz, und im Bankensystem entstanden zusätzliche Reserven. Wenn die Fed Anleihen kauft, liegen weniger davon in privaten Portfolios. Das kann längerfristige Renditen drücken und die Finanzierungsbedingungen auch jenseits des Leitzinses lockern – mit belebenden Folgen für Kredite, Vermögenspreise und Ausgaben. Ist die Nachfrage ohnehin stark und das Angebot knapp, schlägt zusätzliche Nachfrage eher in den Preisen als in der Produktion durch.
Derzeit hält die Fed rund 4,29 Billionen US-Dollar an Treasuries – etwa 14 Prozent der handelbaren Staatsschulden – und die Verbraucherpreisinflation liegt bei 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Unter Warsh könnte die Fed stärker fokussiert agieren und beispielsweise weniger Hinweise zur künftigen Zinspolitik geben“, sagt Scherrmann. „Aber Veränderungen dürften eher schrittweise als revolutionär ausfallen.“ Kurzfristig gehen wir davon aus, dass die Fed abwartet, bis die Inflation die Wirkungen der Zölle verdaut hat. Auf längere Sicht bleibt die Bilanz ein Instrument mit großer Wirkung – mit Folgen, die oft schwer vorhersehbar sind und sich erst mit Verzögerung zeigen.
Quellen: Bloomberg Finance L.P., DWS Investment GmbH; Stand: 17.02.2026
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