Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS
Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.
19.06.2026
Europas Infrastrukturbedarf ist seit Langem bekannt. Neu ist die wachsende Projektpipeline – und mehr politischer Rückenwind für private Investitionen.
„Oh je! Oh je! Ich komme zu spät!“, murmelt das weiße Kaninchen zu Beginn von Alice im Wunderland. Nervös blickt es immer wieder auf seine Uhr – fast so, als wartete es an einem deutschen Bahnhof auf den verspäteten Zug. Deutsche Züge sind längst zu einem Sinnbild dafür geworden, was jahrelange Unterinvestitionen für Produktivität, öffentliches Vertrauen und den wirtschaftlichen Alltag bedeuten können.[1]
Gerade das macht Schienennetze zu einem guten Beispiel für Europas Chancen und Herausforderungen. Unser Chart of the Week zeigt, dass der alte Kontinent derzeit über einen größeren Bestand angekündigter Infrastruktur-Großprojekte verfügt als Nordamerika. Die Gründe liegen auf der Hand. Mehr Versorgungssicherheit im Energiebereich erfordert Netze, Speicher und zusätzliche Erzeugungskapazitäten. Digitale Souveränität braucht Rechenzentren und die dafür nötige Stromversorgung. Industriepolitik ist auf leistungsfähige Verkehrswege, Häfen und Logistik angewiesen. Und Verteidigungsplanung umfasst zunehmend alle drei Bereiche.
Für Anleger, auch außerhalb Europas, ist entscheidend, ob aus dem lange bekannten Investitionsstau nun tatsächlich finanzierbare Projekte entstehen. Frühe Projekte, etwa öffentlich finanzierte und weithin sichtbare Bahnsanierungen, sind deshalb nicht nur wegen ihrer unmittelbaren wirtschaftlichen Wirkung wichtig. „Europas Infrastrukturgeschichte bewegt sich von der Absicht zur Umsetzung“, sagt Richard Marshall, Head of Infrastructure Research bei DWS. „Entscheidend wird sein, wie rasch öffentliche Mittel und Planungsreformen aus lange bekannten Bedürfnissen umsetzbare Projekte und Anlagechancen machen können.“
Die Umsetzung bleibt die eigentliche Schwierigkeit. Doch immerhin werden nationale Investitionspläne zunehmend von Reformen begleitet. Sie sollen Genehmigungen beschleunigen und privatem Kapital bessere Voraussetzungen bieten. In Deutschland sollen öffentliche Mittel vor allem in Kernbereiche wie nationale Schienen- und Stromnetze fließen. Zugleich geht es darum, private Mittel stärker in digitale Infrastruktur, erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu lenken.
Nach den Verzögerungen und Enttäuschungen der Vergangenheit wird es nicht allen leicht fallen, daran zu glauben. Auch Alice fällt zunächst tief, nachdem sie dem weißen Kaninchen in den Bau folgt. Europas Infrastrukturvorstoß wird über Nacht kein wirtschaftliches Wunderland schaffen. Gelingt er aber, könnte er nicht nur mehr Versorgungssicherheit, saubereren Strom, bessere Netze, zusätzliche Rechenzentren und größere strategische Eigenständigkeit bringen. Er könnte auch etwas weniger Greifbares, aber nicht minder Wichtiges wiederherstellen: das Vertrauen der Anleger, dass Europa aus verspäteten Versprechen wieder glaubwürdige Chancen machen kann.
* Die Analyse umfasst nur angekündigte Infrastruktur- und Großprojekte vor Baubeginn.
** Europa ohne Türkei, Russland, Zentralasien und die Ukraine.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung von DWS Investment GmbH wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können. Alternative Anlagen sind mit diversen Risiken behaftet, nicht unbedingt für jeden Anleger geeignet und für jedes Portfolio verfügbar.