Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS
Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.
16.01.2026
Haben Small Caps ein schwaches Jahrzehnt hinter sich – oder waren Large Caps einfach jenseits aller Maßstäbe?
Bei der Bewertung börsennotierter Aktien stellt sich oft eine Frage, die die Portfolioentscheidungen prägt: Spielt die Größe eine Rolle? Ein Blick in die Geschichte legt nahe, dass sie das tut. Kleinere Unternehmen bieten zwar Wachstumspotenzial, verfügen jedoch in der Regel über weniger finanzielle Widerstandskraft als ihre größeren Wettbewerber und sind daher im Durchschnitt anfälliger für finanzielle Schocks wie steigende Zinsen. Aus diesem Grund verlangen Investoren üblicherweise eine Risikoprämie – das bekannte „Size Premium“, ein Konzept, das in Fama und Frenchs wegweisender Studie zur Asset-Pricing-Theorie von 1993 formalisiert wurde.[1]
Seit den 1990er-Jahren erzielten Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung („Small Caps“) beeindruckende Renditen im Vergleich zu ihren größeren Pendants – ein Trend, der bis Mitte der 2010er-Jahre anhielt.[2] In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Bild jedoch etwas verändert: Small Caps haben ihre Large-Cap-Peers im Allgemeinen unterperformt, wie unser Chart of the Week zeigt. Was erklärt diese Divergenz? Im Folgenden beleuchten wir Faktoren, die zur jüngsten Outperformance der Large Caps beigetragen haben, sowie Argumente, warum Small Caps für die kommenden Jahre gut positioniert sein könnten.
Zunächst ein Thema, das derzeit allgegenwärtig ist: Künstliche Intelligenz. Da Technologie einen erheblichen Anteil an den Aktienrenditen ausmacht, war die Sektorstruktur ein entscheidender Unterschied. Im S&P 600 machen Technologieaktien nur etwa 14 % des Index aus, verglichen mit rund 34 % im S&P 500. Diese begrenzte Gewichtung hat Small Caps von der KI-getriebenen Rallye ausgeschlossen, die Large Caps nach oben katapultierte. Zur Einordnung: Die „Magnificent 7“ erzielten in den vergangenen zehn Jahren eine beeindruckende Rendite von 38 % p.a., verglichen mit 9 % p.a. für Small Caps, gemessen am S&P 600. Mit anderen Worten: Die jüngste Performance-Lücke spiegelt weniger eine Schwäche der Small Caps wider als vielmehr den außergewöhnlichen Lauf der großen Tech-Werte.
Zweitens haben die Dynamiken der privaten Märkte die Small-Cap-Landschaft verändert. Eine robuste M&A-Aktivität und die wachsende Attraktivität privater Finanzierungen haben den Zufluss innovativer Unternehmen in öffentliche Small-Cap-Indizes teilweise reduziert. Dadurch ist die Dynamik, die traditionell mit Small Caps verbunden war, verschwommen, und der Weg über den Börsengang ist weniger attraktiv geworden. Ein bemerkenswerter Trend ist die aggressive Übernahmestrategie großer Konzerne, die vielversprechende Unternehmen oft kaufen, bevor sie an die Börse gehen.
Trotz dieser Gegenwinde glauben wir, dass sich der Ausblick für US-Small Caps konstruktiver entwickeln könnte, angetrieben durch zwei entscheidende Faktoren: Bewertungen und Finanzierungskosten. Small Caps werden derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis gehandelt, das rund 20 % unter dem von Large Caps liegt – ein historisch seltenes Niveau, das in der Vergangenheit häufig Phasen relativer Outperformance einleitete. Das letzte Mal, dass wir eine solche Bewertungslücke gesehen haben, war Anfang der 2000er-Jahre, gefolgt von einem Jahrzehnt starker Erträge.
Ein weiteres Puzzlestück ist die Zinssensitivität: Small Caps sind typischerweise stärker auf Fremdkapitalfinanzierung angewiesen als auf öffentliche Aktienmärkte und reagieren daher empfindlich auf Veränderungen der Finanzierungskosten. Sollten die Zinsen weiter sinken, wie wir für die USA für das kommende Jahr prognostizieren, könnten diese Unternehmen von erheblichen Rückenwinden profitieren.
Historisch gesehen erholen sich Qualitäts- und Bewertungsfaktoren insbesondere dann, wenn der Russell 2000 den S&P 600 um 10 % oder mehr unterperformt – wie es jüngst der Fall war. Die Auswahl bleibt jedoch entscheidend. Wie Michael Sesser, Senior Equity Portfolio Manager, es ausdrückt: „Unserer Meinung nach werden Fundamentaldaten bei US-Small Caps wieder an Bedeutung gewinnen.“

Quellen: Bloomberg Finance L.P.; DWS Investment GmbH, Stand: 18.12.2025
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung von DWS Investment GmbH wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können. Alternative Anlagen sind mit diversen Risiken behaftet, nicht unbedingt für jeden Anleger geeignet und für jedes Portfolio verfügbar.