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Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS

Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.

10 Themes - #9: Diversifikation heute

10 Themes
Allokation
Mischfonds

17.11.2025

Szenarien planen, Risiken managen und Chancen ergreifen

Strategic Allocation

Es gibt viele Gründe, Diversifikation in der Asset-Allokation heute stärker zu beachten und neu zu definieren. Einem derzeit weiterhin konstruktiv wirkenden Marktumfeld stehen erhöhte Risiken gegenüber – daher ist es wichtig, Szenarien zu planen und Diversifikationsmöglichkeiten zu identifizieren, die möglicherweise eher pfadabhängig als universell sind.

Generell ist zu konstatieren, dass sich die Kapitalmärkte in einer relativ stabilen Verfassung zu befinden scheinen. Das Goldilocks-Szenario hat Bestand. Vieles spricht dafür, dass sich dieses Umfeld auch im kommenden Jahr fortsetzen könnte. Die meisten Zentralbanken bleiben derzeit unterstützend, während die globale Konjunktur Anzeichen einer Beschleunigung zeigt. In einem solchen Umfeld dürften Risikoanlagen erneut Rückenwind erhalten.

Doch nur, weil die Ausgangslage aktuell positiv erscheint, ist das Umfeld keineswegs frei von Risiken. Eine zweite Inflationswelle oder eine durch Zölle verursachte globale Rezession bleiben als mögliche Risiken präsent. Bei Aktien erscheinen die Bewertungen in einzelnen Segmenten zwar hoch, aber noch nicht irrational. Solange Gewinne und Investitionen stützen und strukturelle Treiber wie künstliche Intelligenz (KI) intakt sind, könnte der Markt noch Luft nach oben haben, auch wenn die Tail-Risiken zunehmen. Unsicherheiten bei der US-Zollpolitik, die Unabhängigkeit der US-Notenbank sowie politische Instabilität in Teilen Europas können weiterhin Volatilität auslösen. Bei Unternehmensanleihen erscheint die Risikokompensation niedrig, in Privatmärkten könnten zyklische Bewertungs- und Liquiditätsrisiken sichtbarer werden.

10 Themen für das kommende Jahr
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Diversifizierung ist der Schlüssel

*Basierend auf DWS Long View[1]

 

Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung von DWS Investment GmbH wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können. Alternative Anlagen sind mit diversen Risiken behaftet, nicht unbedingt für jeden Anleger geeignet und für jedes Portfolio verfügbar. 

Diversifikation ist also wichtiger denn je. Die klassische Streuung über Regionen und Anlageklassen allein könnte  nicht mehr ausreichen. Vielmehr sollte Diversifikation heute szenariobasiert gedacht werden. Welche Anlagen könnten einem Portfolio im Falle eines Platzens der Aktienblase helfen? Welche Positionen könnten bei überraschender Inflation oder bei Zweifeln an der Schuldentragfähigkeit von Staaten helfen? „Nicht jeder Diversifikator wirkt in jedem Szenario gleich“, stellt Peter Warken, Co-Head of Allocation bei der DWS, klar. „Es geht darum, das Portfolio robust aufzustellen und einen Plan für unterschiedliche Szenarien zu haben.“

Europäische Small Caps als Diversifikator könnten beispielsweise dabei unterstützen, die Konzentrationsrisiken bei Aktien zu reduzieren und könnten zudem vom deutschen Infrastrukturprogramm sowie einer Wachstumsbeschleunigung in der Eurozone profitieren. Zur Diversifikation über strukturelle Alpha-Themen könnte eine Fokussierung auf Infrastruktur, günstigere KI-Namen über asiatische Tech-Werte sowie die Renaissance europäischer Assets interessant sein. Bei Unternehmensanleihen wirken die soliden Fundamentaldaten von EUR-Investment-Grade im Vergleich zu US-Pendants für europäische Anleger vorteilhaft, die zudem von fehlenden Währungssicherungskosten profitieren. US-Anleger hingegen sollten potenzielle Währungsrisiken und die damit verbundenen Absicherungskosten berücksichtigen.

Gold bleibt ein gezielter Diversifikator, aber kein Allheilmittel. Es könnte vor allem in Szenarien mit hoher Staatsverschuldung, politischer Unsicherheit und einer Abkehr von US-Assets wirken. Nach dem jüngsten Anstieg ist allerdings kurzfristig Vorsicht angeraten. Bei einem Aktiencrash sehen wir Staatsanleihen als besseren Erstschutz, da Gold anfänglich mitverkauft werden könnte. Der Dollar hat hingegen seine klassische Diversifikationsrolle scheinbar vorerst eingebüßt.

Unserer Meinung nach stehen die  Chancen  gut, dass die Goldilocks-Phase bis 2026 anhält, was für Aktien und qualitativ hochwertige Unternehmensanleihen sprechen könnte – ergänzt durch eine Diversifikation, die nicht mehr universell, sondern eher in Szenarien gedacht werden sollte. „Wer dieses Prinzip konsequent verfolgt“, resümiert Peter Warken, „könnte Stabilität schaffen und sich auch potenziell Chancen in einem komplexen Marktumfeld schaffen.“