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Tur­bu­len­zen am ja­pa­ni­schen Fi­nanz­markt

CIO Special
Zinsanlagen
Makro

06.02.2026

Auch nach der Parlamentswahl hält die Furcht vor einer zu lockeren Fiskalpolitik die Rendite japanischer Staatsanleihen auf erhöhten Niveaus. Die Volatilität dürfte vorerst bleiben.

 

In Kürze:

  • Sorgen vor einer zu expansiven Fiskalpolitik der Regierung von Premierministerin Sanae Takaichi haben die Rendite von langlaufenden japanischen Staatsanleihen vor der Parlamentswahl in die Höhe schnellen lassen.
  • Zwar beruhigte sich der Markt auch wieder, doch erwarten wir auch nach dem klaren Wahlsieg Takaichis eine erhöhte Volatilität bei JGBs und Yen.
  • Der japanische Finanzmarkt steht vor keinem akuten Stabilitätsproblem, er ist aber auch nicht mehr der ruhige Anker, als der er jahrelang gegolten hat.  
Porträtaufnahme von Vincenzo Vedda, CIO der DWS

Vincenzo Vedda

Chief Investment Officer

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Nach dem klaren Wahlsieg von Sanae Takaichi bleiben die Fiskalsorgen ein maßgeblicher Unsicherheitsfaktor

Die jüngsten Turbulenzen am japanischen Finanzmarkt können unserer Einschätzung nach durchaus als eine Zäsur bezeichnet werden, die das Potential hat, weit über eine kurzfristige Marktreaktion hinauszugehen. Ausgelöst wurden sie durch eine ungewöhnliche Kombination aus politischem Timing, fiskalpolitischer Rhetorik und strukturellen Verschiebungen im Markt für japanische Staatsanleihen (JGBs). Seit Amtsantritt von Premierministerin Sanae Takaichi im Oktober 2025 hatten Investoren schrittweise begonnen, eine (deutlich) expansivere Fiskalpolitik einzupreisen. Diese Neubewertung beschleunigte sich abrupt, als Takaichi Mitte Januar überraschend Neuwahlen für den 8. Februar 2026 ankündigte und gleichzeitig steuerliche Entlastungen – insbesondere eine zweijährige Aussetzung der achtprozentigen Mehrwertsteuer auf Lebensmittel – in Aussicht stellte. Nach Takaichis klarem Wahlerfolg mit einer Zweidrittelmehrheit ihrer Liberaldemokratischen Partei im Parlament ist die Umsetzung der Pläne deutlich wahrscheinlicher geworden – die damit verbundene Unsicherheit allerdings bleibt. In einem Land mit der höchsten Staatsschuldenquote unter den entwickelten Volkswirtschaften genügte diese politische Gemengelage, die Sensibilität der Märkte für fiskalische Risiken schlagartig zu erhöhen. Unserer Einschätzung nach sind die jüngsten kräftigen Marktbewegungen zwar ernst zu nehmen, sie dürften jedoch keine akute systemische Gefahr bedeuten, weder fiskalisch noch für das japanische Bankensystem.

1 / Ambitionierte Fiskalpläne sorgen für Unruhe

Im Zentrum der aktuellen fiskalpolitischen Debatte in Japan steht der Vorschlag von Premierministerin Sanae Takaichi, die achtprozentige Mehrwertsteuer auf Lebensmittel für einen Zeitraum von zwei Jahren vollständig auszusetzen. Dieser Schritt wurde im Zuge der Ankündigung vorgezogener Neuwahlen für den 8. Februar 2026 öffentlich gemacht.[1] Nach dem deutlichen Wahlsieg Takaichis ist die Umsetzung der Pläne nun deutlich wahrscheinlicher geworden. Die Regierung argumentiert, die Maßnahme solle private Haushalte angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten entlasten. Betroffen wären sämtliche Nahrungsmittel, auf die bislang ein reduzierter Mehrwertsteuersatz erhoben wird. Laut offizieller Angaben würde die zweijährige Steuerpause den Staatshaushalt jährlich rund 5 Billionen Yen (das entspricht rund 27 Milliarden Euro) an Einnahmen kosten, wodurch sich eine erhebliche Finanzierungslücke ergäbe.

Parallel zur geplanten Steuerpause hatte die Regierung bereits im November 2025 ein stattliches Stimuluspaket im Umfang von etwa 21,3 Billionen Yen verabschiedet, das unter anderem Energie‑ und Haushaltsentlastungen beinhaltet.[2] Zusammengenommen würde die Kombination aus Steuerverzicht und zusätzlicher fiskalischer Expansion die staatlichen Finanzen spürbar belasten, und das in einer Phase, in der die japanische Staatsverschuldung bereits bei über 230 Prozent des BIP liegt. Die im Zuge dieser Ankündigung zu beobachtenden Marktverwerfungen waren unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Frage der Gegenfinanzierung noch völlig unbeantwortet erscheint. Takaichi bekräftigte allerdings mehrfach, dass die geplante Steuerpause keine zusätzliche Neuverschuldung nach sich ziehen werde. Die Premierministerin stellte in Aussicht, bestehende Subventionen und Budgetposten zu überprüfen, sowie strukturelle Einsparungen vorzunehmen, um den Einnahmeausfall zu kompensieren. Spezifische Finanzierungsquellen wurden hingegen noch keine benannt, und es existiert ebenso keine detaillierte Haushaltsprojektion, wie die entstehenden Ausfälle genau gegenfinanziert werden sollen.

Politisch bemerkenswert erscheint in diesem Zusammenhang, dass sich die japanischen Oppositionsparteien inhaltlich weitgehend in dieselbe Richtung bewegen. Mehrere Oppositionspolitiker fordern ebenfalls eine Senkung der Steuer auf Lebensmittel.[3] Ein neu gegründeter Oppositionsblock plädiert sogar für eine dauerhafte Abschaffung der Lebensmittelsteuer und brachte in diesem Zusammenhang die Idee eines neuen staatlichen Investmentfonds ins Spiel, der künftig zusätzliche laufende Erträge zur Finanzierung steuerlicher Entlastungen generieren könnte.[4] Da die Oppositionsparteien bei der Wahl vom Wochenende jedoch nicht zulegen konnten, scheint das Thema der dauerhaften Steueraussetzung erst einmal vom Tisch. Dennoch ist die Steuerfrage nicht nur mehr Bestandteil der Regierungsagenda, sie ist vielmehr zu einem parteiübergreifenden Thema geworden. Takaichi kündigte an, das Thema so schnell wie möglich mit den Oppositionsparteien aufzunehmen.

Trotz der zu erwartenden Belastungen betonen Regierungsvertreter, dass Japan aufgrund seines hohen inländischen Sparvolumens, seiner stabilen Leistungsbilanzüberschüsse und des weiterhin dominierenden Anteils inländischer JGB‑Halter in der Lage sei, finanzielle Herausforderungen dieser Art zumindest kurzfristig aufzufangen. Diese strukturellen Faktoren könnten zwar verhindern, dass aus dem fiskalischen Risiko unmittelbar eine Liquiditätskrise entsteht, verhindern konnten sie die umfassenden Preisanpassungen der JGB‑Kurve jedoch nicht.

2 / Japanische Staatsanleihen: Re-Pricing am (ultra)langen Ende der JGB-Kurve

3 / Yen: Stabilisierung oder Trendwende?

4 / Frage nach der Schuldentragfähigkeit: Marktstress versus ökonomische Realität

Die zentrale Frage, die sich aus den jüngsten Turbulenzen ergibt, betrifft die Schuldentragfähigkeit Japans. Auf den ersten Blick wirken Renditen von rund 3,5 Prozent für 30-jährige und knapp unter 4r Prozent für 40-jährige Staatsanleihen alarmierend, insbesondere bei einer Schuldenquote von mehr als 230 Prozent des BIP. Entscheidend ist jedoch nicht (nur) das aktuelle Marktniveau einzelner Laufzeiten, sondern die Dynamik zwischen nominalem Wachstum und dem effektiven durchschnittlichen Zins auf den gesamten Schuldenbestand.

Ganz generell reagiert Japans staatliche Zinslast nur sehr verzögert auf steigende Marktrenditen, da ein Großteil der ausstehenden Anleihen zu extrem niedrigen Kupons emittiert wurde und lange Laufzeiten aufweist. Selbst ein kräftiger Anstieg der Renditen am langen Ende schlägt sich daher nur schrittweise in höheren Zinsausgaben nieder. Gleichzeitig hat die Rückkehr moderater Inflation das nominale Wachstum erhöht, sodass die Schuldenquote zuletzt sogar einen leicht sinkenden Pfad eingeschlagen hat.

Schaubild: Japans Schulden erscheinen trotz des bereits hohen Niveaus weitgehend tragfähig

Schuldenquote im Jahr 2050 für verschiedene Zinssätze und Primärsalden 

Simulations-Annahmen und verwendete Daten:  

  Primärbilanz (1980-2024)    -3.03%  
  Primärbilanz (2025-2030)    -1.68%  
  Schulden/BIP (2024)    237%  
  Langfristige Inflation   2.00%  
  Langfristiges Potentialwachstum    0.50%  

Quellen: Internationaler Währungsfonds (IWF), Haver Analytics, DWS Investment GmbH; Stand: Januar 2026

Die Farbkennzeichnung bezieht sich auf die Entwicklung der Schuldenquote: rot = exponentielle Steigerung; gelb = Stabilisierung auf erhöhten Niveaus; grün = Stabilisierung auf langfristig tragbaren Niveaus / die rote Umrandung stellt das wahrscheinlichste Szenario dar, basierend auf unseren Annahmen

Mit Blick auf die reine Verschuldung bleibt Japan ein Sonderfall. Trotz eines hohen Schuldenstands von rund 237 Prozent des BIP erscheinen diese bei sehr niedrigen Zinsen (2025: 0,54 Prozent) überraschend tragfähig. Solange die durchschnittlichen Finanzierungskosten nahe bei null bis maximal 1 bis 1,5 Prozent liegen, stabilisiert sich die Schuldenquote oder geht sogar langsam zurück. Kritisch wird die Lage erst bei einem dauerhaften Zinsanstieg in Richtung 2 Prozent oder darüber, da dann trotz moderater Defizite eine schnelle Schuldeneskalation droht. Die Schuldentragfähigkeit Japans erscheint daher weniger fiskalisch als geldpolitisch abgesichert. Die langfristige Schuldentragfähigkeit hängt jedoch sehr stark von der Annahme ab, dass die Inflation bei 2 Prozent verankert ist. Sollte sich die Rückkehr von Lohn- und Preissteigerungen als lediglich vorübergehend erweisen und die Inflation in Japan langfristig deutlich geringer ausfallen, dann wäre auch die zu erwartende Dynamik der Staatsverschuldung deutlich kritischer zu beurteilen.

Solange nominales Wachstum über dem effektiven Zinsniveau bleibt und der Primärsaldo, also der Budgetsaldo vor Zinszahlungen, nicht massiv aus dem Ruder läuft, sollte die Schuldendynamik grundsätzlich stabil sein. Das Hauptrisiko liegt weniger in den aktuellen Marktbewegungen als in einem Szenario, in dem die Inflation deutlich unter das Ziel zurückfällt, während das Zinsniveau hoch bleibt. In diesem Fall würde die Schuldentragfähigkeit wahrscheinlich erneut unter Druck geraten. Dies ist jedoch derzeit nicht unser Basisszenario.

Aussetzung der Mehrwertsteuer mit negativem Effekt auf die Schuldendynamik

Es bleibt jedoch zu beachten, dass die von Premierministerin Sanae Takaichi in Aussicht gestellte und nach ihrem deutlichen Wahlsieg nun sehr wahrscheinliche Aussetzung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel einen negativen Effekt für die Schuldendynamik haben würde. Dieses Steuergeschenk würde jährlich ca. 5 Billionen Yen kosten, was ungefähr 0,8 Prozent des BIP entspricht. Davon gehen 3 Billionen zu Lasten des Haushaltes der Zentralregierung, was das Primärdefizit um diesen Betrag erhöhen würde, wenn keine andere Finanzierungsquelle gefunden wird. Für 2027 geht der Internationale Währungsfonds von einem Primärdefizit von 10,3 Billionen Yen aus – das wäre eine Erhöhung des Defizits um ca 29 Prozent.

Gleichzeitig implizieren Schätzungen, dass die Steueraussetzung (im ersten Jahr) die Inflation um 1,5 Prozent senken und das reale BIP um ca. 0,2 bis 0,6 Prozentpunkte erhöhen könnte. Da die Nachfrage nach Nahrungsmitteln typischerweise eher unelastisch ist, dürfte der Wachstumseffekt am unteren Rand der Schätzungen liegen. Die Multiplikatoren, die das japanische Cabinet Office verwendet, legen nahe, dass der Rückgang des BIP‑Deflators (verursacht durch einen niedrigeren Preis) den Anstieg des realen BIP übertrifft, wodurch das nominale BIP sinkt. Dies hätte dann zusätzlich einen negativen indirekten Effekt auf die Schuldendynamik in Japan, da die Schuldenquote hierdurch steigt und gleichzeitig das Defizit (im Verhältnis zum BIP) größer wird.

5 / Zusammenfassung und kritische Bewertung

 

5.1 Belastungen für das Bankensystem: begrenzt und gut absorbierbar

Trotz des kräftigen Renditeanstiegs am langen Ende des JGB‑Marktes ergeben sich aus heutiger Sicht nach unseren Berechnungen keine untragbaren Belastungen für das japanische Bankensystem. Zwar ist die Unternehmensfinanzierung in Japan traditionell stark bankbasiert – rund 70 bis 72 Prozent aller Unternehmensschulden werden über Banken refinanziert, wobei insbesondere die regionalen Institute eine zentrale Rolle spielen –, doch die Struktur der JGB‑Portfolien mildert die Auswirkungen deutlich. Großbanken halten überwiegend kurzlaufende Staatsanleihen mit ein- bis dreijährigen Fälligkeiten, und auch regionale Banken sind primär in Papieren mit Restlaufzeiten unter drei Jahren investiert. Diese starke Kurzfristorientierung führt dazu, dass die jüngsten Renditeanstiege am langen Ende der Kurve nur begrenzt auf die Bewertung der Bankbestände durchschlagen.

Lediglich die Shinkin‑Banken sind stärker exponiert, da sie vergleichsweise längere Laufzeiten in ihren Portfolios halten und damit empfindlicher auf Kursverluste reagieren. Dennoch zeigt der jüngste Stresstest der Bank of Japan, der einen parallelen Zinsanstieg von 100 Basispunkten unterstellt, ein insgesamt robustes Bild. Die Kapitalquoten aller Institutsgruppen – einschließlich der Shinkin‑Banken – verbleiben selbst unter verschärften Annahmen klar über den regulatorischen Mindestanforderungen. Bewertungsverluste bleiben beherrschbar, und auch der Einfluss möglicherweise steigender Kreditkosten scheint moderat auszufallen. Insgesamt deutet damit vieles auf ein widerstandsfähiges Bankensystem hin, das dank seiner Portfoliostruktur gut gegen die jüngsten Marktbewegungen gepolstert ist, auch wenn einzelne Segmente wie die Shinkin‑Institute weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit verdienen.

5.2 Finanzstabilität und Marktimplikationen: Risiken vorhanden, aber kein akutes Stressszenario

Für die gesamtwirtschaftliche Finanzstabilität ergibt sich aus dem Renditeanstieg derzeit kein akutes Risikoszenario. Eine Kreditklemme ist nach aktuellem Stand nicht zu erwarten, da eine solche erst dann realistisch würde, wenn regionale Banken in ernsthafte Schwierigkeiten gerieten. Genau dies erscheint aufgrund ihrer kurzen JGB‑Laufzeiten jedoch wenig wahrscheinlich. Die einzigen Institute, die durch die jüngsten Renditebewegungen spürbar unter Druck geraten könnten, sind erneut die Shinkin‑Banken. Ihr Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Kreditversorgung ist jedoch begrenzt, sodass selbst ein erhöhter Stress in diesem Segment nicht automatisch zu einer systemischen Kreditverknappung führen würde.

Auch die internationalen Ansteckungsrisiken sind überschaubar. Weniger als 7 Prozent aller JGBs werden von ausländischen Investoren gehalten, was die direkten globalen Übertragungskanäle klar begrenzt. Zwar hat der Anteil von Hedgefonds am Handelsvolumen merklich zugenommen, sodass es bei Marktstress zu verstärkter Volatilität durch rasche Positionsreduktion zum Risikoabbau (Deleveraging) kommen könnte. Dennoch wären die globalen Auswirkungen voraussichtlich moderat – es sei denn, das japanische Bankensystem selbst geriete in eine Krise. Erst dann würde das Risiko internationaler Ansteckungseffekte spürbar zunehmen, bedingt durch die gestiegenen Engagements japanischer Banken bei ausländischen nicht-banklichen Finanzinstituten.

5.3 JGBs und Yen: zwischen notwendiger Anpassung und begrenzenden Stabilitätsankern

Vor diesem Hintergrund bleibt der Ausblick für japanische Staatsanleihen und den Yen zweigeteilt. Einerseits hat der Markt einen wichtigen Korrekturschritt vollzogen: Die Phase künstlich gedrückter Laufzeitprämien  gehört der Vergangenheit an, und politische Risiken – insbesondere im Zusammenhang mit den ambitionierten Fiskalplänen der Regierung Takaichi – werden wieder sichtbarer bepreist. Andererseits bestehen mehrere wichtige Stabilitätsanker, die unkontrollierte Marktbewegungen unwahrscheinlicher machen. Dazu zählen die nach wie vor dominante Rolle inländischer Investoren, der erhebliche JGB‑Bestand der Bank of Japan sowie die Möglichkeit weiterer angebotsseitiger Anpassungen durch das Finanzministerium.  

Kurzfristig dürfte die Volatilität jedoch hoch bleiben, insbesondere vor dem Hintergrund der Frage, wie die Aussetzung der Mehrwertsteuer für Nahrungsmittel finanziert werden soll, aber auch mit Blick auf die  weitere geldpolitische Kommunikation der BoJ. Eine nachhaltige Beruhigung am langen Ende der Zinskurve wäre vor allem dann zu erwarten, wenn sich die fiskalpolitischen Erwartungen eintrübten oder wenn die Notenbank klarer signalisierte, dass sie bereit ist, inflationäre Risiken entschiedener anzugehen. Bis dahin müssen Investoren damit rechnen, dass Japan zwar kein akutes Stabilitätsproblem hat, aber auch nicht mehr der ruhige Anker ist, der es über viele Jahre hinweg war. Unserer Einschätzung nach befindet sich Japan aller Vorraussicht nach auf dem Weg der Normalisierung was Inflation und auch Zinsen betrifft. Das Risiko besteht allerdings noch immer vor allem darin, dass „Deflationäres Denken“ wieder die Oberhand gewinnt.

 

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