Wichtiger Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der DWS
Uns ist aufgefallen, dass Betrüger im Internet und in sozialen Medien die Marke „DWS“ sowie Namen von DWS-Mitarbeitern missbrauchen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen, sowie Apps zum Einsatz. Bitte beachten Sie, dass die DWS keine Facebook-Botschafterprofile oder WhatsApp-Chats betreibt.
Wenn Sie unerwartet Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, die angeblich von der DWS stammen, seien Sie vorsichtig. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen.
Verdächtige Aktivitäten können Sie an info@dws.com melden – idealerweise mit allen relevanten Dokumenten. Falls Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die örtlichen Behörden und ergreifen Sie geeignete Schutzmaßnahmen.
10.11.2025
Greenback als Spielball zwischen taktischen Umschichtungen und struktureller Verankerung
Der US-Dollar hat seit Jahresbeginn - gemessen am breiten Dollar-Index – rund 7 % an Wert verloren, was Spekulationen über eine mögliche „Entdollarisierung“ ausgelöst hat.[1]
Die ausgeprägte Dollar-Schwäche im Frühjahr 2025 war weniger Ausdruck struktureller Kapitalflucht als Folge technischer Faktoren. So spielten laut Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) Währungsabsicherungen nicht-US-amerikanischer Investoren eine zentrale Rolle.[2]
Bemerkenswert ist jedoch, dass sich der Dollar nach seiner Schwächephase in der ersten Jahreshälfte nicht nachhaltig erholt hat. Statt einer klaren Gegenbewegung sehen wir seither mehr oder weniger eine Seitwärtsentwicklung – ein mögliches Zeichen dafür, dass die Marktteilnehmer weiterhin auf geldpolitische Klarheit und fiskalische Disziplin warten.
Handelsgewichteter US-Dollar Index;
Quellen: Bloomberg Finance L.P., DWS Investment GmbH; Stand: 03.11.2025
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung von DWS Investment GmbH wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können. Alternative Anlagen sind mit diversen Risiken behaftet, nicht unbedingt für jeden Anleger geeignet und für jedes Portfolio verfügbar.
Gleichzeitig scheint es, als ob die Marktteilnehmer den Dollar nicht pauschal infrage stellen, sondern differenziert reagieren. Die Erwartung einer moderateren US-Zinspolitik hat taktische Umschichtungen ausgelöst – nicht zuletzt zugunsten von Assets mit begrenztem politischem Einfluss, wie Gold und Krypto. Diese Dynamik könnte weniger Ausdruck eines Paradigmenwechsels sein als vielmehr kurzfristiger Unsicherheit. Die Glaubwürdigkeit der US-Notenbank bleibt unserer Einschätzung nach hierbei ein relevanter Faktor.
Langfristig könnten Netzwerkeffekte, Liquidität und institutionelle Stabilität dazu beitragen, die Rolle des Dollar als Leitwährung zu sichern. Solange kein funktionsgleiches, liquides und rechtssicheres Alternativsystem existiert, dürfte sein „Use Case“ unserer Ansicht nach intakt bleiben. Auch die Diskussion um Stablecoins ändert daran wenig – sie scheint den Bedarf nach digitaler Liquidität widerzuspiegeln, nicht jedoch eine strukturelle Ablösung des Dollars.
Der sogenannte „Debasement Trade“ – also die Suche nach knappen, politisch unabhängigen Assets zur Absicherung gegen Inflations- und Glaubwürdigkeitsrisiken – hat sich als taktisches Motiv etabliert. Unserer Ansicht nach erfüllt Gold diese Rolle robust. Krypto-Assets hingegen bleiben eine hochvolatile Beimischung.
Was bedeutet das für die Einordnung des Narrativs? „Wir beobachten hier keinen Systemsturz, sondern gewissermaßen eine Bewertungsprämie innerhalb des bestehenden Fiat-Systems“, sagt Xueming Song, Währungsstratege bei der DWS. „Der Dollar scheint zyklisch verwundbar, aber unserer Ansicht nach strukturell verankert.“ Aktuell scheinen kurz- und mittelfristige Faktoren wie Hedging-Kosten und politische Risiken die Richtung zu beeinflussen, ohne das Grundgerüst der Währung zu erodieren.
Der Debasement-Trade ist real – und scheint eine Reaktion auf Zins-, Defizit- und Glaubwürdigkeitsrisiken. Doch der Abgesang auf den Dollar erscheint verfrüht. Solange er die liquideste Abwicklungseinheit und das zentrale Sicherungsmedium globaler Finanzströme bleibt, ist er mehr Ausdruck als Opfer dieses Narrativs.
CIO Special_Theme 8 US-Dollar unter Druck – aber nicht am Ende
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