DWS Q4: Kostensparziel für 2018 übertroffen – Erträge und Gewinn von schwierigen Marktbedingungen beeinflusst

„Nach anhaltend günstigen Bedingungen hat nun für die Märkte und damit die gesamte Vermögensverwaltungsbranche eine schwierigere Phase begonnen. Mit unserem global und über alle Anlageklassen diversifizierten Geschäftsmodell sowie unserem beschleunigten Fokus auf Kosteneffizienz sind wir zuversichtlich, dass wir gut aufgestellt sind. Im Einklang mit unserem Ausschüttungsquotenziel schlagen wir für 2018 eine Dividende von EUR 1,37 pro Aktie vor," erklärte Asoka Wöhrmann, CEO.

„Wir haben die für 2018 erwarteten Kostensenkungen mit erheblichen Reduzierungen im Gesamtjahr übertroffen. Und wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch 2019 fortsetzen wird, da wir unsere erfolgreichen Kosteneffizienzinitiativen fortführen.
Unsere Managementgebühren-Marge zeigte sich widerstandsfähig, mit 30,3 Basispunkten im vierten Quartal sowie 30,6 Basispunkten im Gesamtjahr, und im Einklang mit unserem mittelfristigen Ziel,“ erklärte Claire Peel, CFO.

Geschäftsentwicklung

Wie die gesamte Vermögensverwaltungsbranche sah sich die DWS im vierten Quartal 2018 mit schwierigen Marktbedingungen und hoher Volatilität konfrontiert. Eine Zunahme der politischen Unsicherheit sowohl in Europa als auch weltweit, sowie Marktspannungen zu Beginn der Spätphase im Zyklus, sorgten für Herausforderungen für das Geschäft.

Im Laufe des Quartals kam es zu einem Führungswechsel: Am 25. Oktober wurde Asoka Wöhrmann zum CEO der DWS ernannt und folgte damit auf Nicolas Moreau. Daraufhin nahm Asoka Wöhrmann mit der Ernennung von Mark Cullen zum COO und Dirk Goergen zum Head of Coverage EMEA zwei Änderungen in der Geschäftsführung vor.

Die bereinigten Erträge gingen im vierten Quartal 2018 auf EUR 549 Millionen zurück (Q3: EUR 574 Millionen; GJ18: EUR 2.259 Millionen). Diese Entwicklung ist vor allem auf niedrigere Managementgebühren infolge schwächerer Märkte sowie Nettomittelabflüsse zurückzuführen. Der bereinigte Vorsteuergewinn verringerte sich daher auf EUR 160 Millionen (Q3: EUR 177 Millionen; GJ18: EUR 625 Millionen). Nach Abzug von Steuern erzielte die DWS ein Konzernergebnis von EUR 80 Millionen für das vierte Quartal (Q3: EUR 121 Millionen) und von EUR 391 Millionen für 2018. Die Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende in Höhe von EUR 1,37 pro Aktie vorschlagen.

Im vierten Quartal ging die Managementgebühren-Marge auf 30,3 Basispunkte zurück (Q3: 30,5 Basispunkte), erheblich belastet durch den Markteinbruch. Die Managementgebühren-Marge für das Gesamtjahr 2018 lag bei 30,6 Basispunkten. Das entspricht unserem mittelfristigen Ziel von mindestens 30 Basispunkten.

Das verwaltete Vermögen (AuM) ging im vierten Quartal 2018 auf EUR 662 Milliarden zurück. Dies ist vor allem auf die negative Marktentwicklung mit einem 13-prozentigen Rückgang beim Euro Stoxx50 und einem 14-prozentigen Verlust des DAX zurückzuführen, während Nettomittelabflüsse zum Teil durch positive Währungseffekte ausgeglichen wurden.

Im vierten Quartal verzeichnete die DWS ein Nettomittelaufkommen von minus EUR 7,0 Milliarden (Q3: minus EUR 2,7 Milliarden; GJ18: minus EUR 22,3 Milliarden). Wie bereits im Vorquartal angekündigt, kam es bei einem einzelnen großen Mandat mit niedrigen Margen zu Mittelabflüssen, die allein mehr als ein Drittel der gesamten Nettomittelabflüsse ausmachten.

Trotz schwieriger Marktbedingungen verzeichneten wir im Bereich Passive Asset Management – einem strategisch wichtigen Wachstumssegment der DWS – stabile Nettomittelaufkommen. Außerdem konnten unsere Flagship-Fonds DWS Top Dividende und DWS Concept Kaldemorgen Nettomittelzuflüsse generieren und damit einen Trend früherer Quartale umkehren – verglichen mit im breiteren europäischen Markt beobachteten Mittelabflüssen im aktiven Asset Management.

Der Bereich Active Asset Management verzeichnete Nettomittelaufkommen von minus EUR 11,0 Milliarden im vierten Quartal (GJ18: EUR 31,1 Milliarden). Während sich die Mittelflüsse für Active Equity im Quartalsvergleich deutlich verbessert haben, wiesen Active Fixed Income und Cash-Produkte eine gegensätzliche Bewegung auf.

Der Bereich Passive Asset Management verzeichnete mit Nettomittelaufkommen von EUR 3,9 Milliarden (GJ18: EUR 8,1 Milliarden) sein bestes Quartal im Jahr 2018. Das ist vor allem auf den Verkauf von europäisch gelisteten ETPs (Exchange-Traded Products: börsengehandelte Fonds (ETF) und Rohstoffe) zurückzuführen. Außerdem wurde über ein ESG-Mandat für einen niederländischen Pensionsfonds EUR 1 Milliarde eingesammelt. Für das Gesamtjahr 2018 belegte die DWS den zweiten Platz bei Nettomittelflüssen in ETPs in Europa – mit einem Anteil von 17 Prozent am Nettomittelaufkommen (Q4: 27 Prozent), der deutlich über dem Marktanteil am verwalteten Vermögen lag.

Das Nettomittelaufkommen im Bereich Alternatives war im vierten Quartal ausgeglichen, da die anhaltend hohe Nachfrage nach Immobilienprodukten durch Nettoabflüsse bei Liquid Alternatives kompensiert wurde. Für das Gesamtjahr 2018 betrug das Nettomittelaufkommen EUR 0,7 Milliarden – dabei wurden Abflüsse im Segment Liquid Real Assets durch starke Zuflüsse in Immobilienprodukte mehr als aufgewogen.

Die bereinigten Kosten gingen im Quartalsvergleich um EUR 9 Millionen auf EUR 389 Millionen zurück (Q3: EUR 398 Millionen; GJ18: EUR 1.633 Millionen). Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf niedrigeren Sach- und sonstigen Aufwand zurückzuführen. Mit Bruttoeffizienzeinsparungen in Höhe von rund EUR 65 Millionen im Gesamtjahr haben wir unsere Erwartungen für 2018 übertroffen, welche bei 20 bis 30 Prozent unseres mittelfristigen Ziels von EUR 125 bis 150 Millionen gegenüber 2017 lagen.

Die bereinigte Aufwand-Ertrag-Relation (CIR) stieg um 1,7 Prozentpunkte auf 70,9 Prozent (Q3: 69,2 Prozent; GJ18: 72,3 Prozent). Dabei haben niedrigere Erträge die positive Kostenentwicklung im vierten Quartal aufgewogen.

Wachstumsinitiativen und strategische Fortschritte

Unsere digitale Wachstumsstrategie haben wir im vierten Quartal fortgesetzt. So haben wir beispielsweise eine Vereinbarung über den Erwerb eines Anteils von 15 Prozent am Finanztechnologieunternehmen Neo Technologies (Neo) über die Neo Strategic Holding Limited geschlossen. Neo Technologies ist eine digitale Pionier-Plattform für Investment-Services im Nahen Osten – der so genannten MENA-Region. Die Vereinbarung schließt eine strategische Partnerschaft ein. Danach werden DWS und Neo Technologies bei Entwicklung und Ausbau der digitalen Asset Management Services in der Region zusammenarbeiten.

Außerdem sind wir eine strategische Partnerschaft mit Skyline AI, einem Technologieunternehmen für Immobilien-Asset-Management, eingegangen und dort Minderheitsaktionär geworden. Skyline AI nutzt selbst entwickelte künstliche Intelligenz (AI), um den Investitionsprozess für Immobilienanlagen in den gesamten Vereinigten Staaten zu verbessern.

Gemeinsam mit BNP Paribas Securities Services haben wir beschlossen, die im Juni 2018 bekannt gegebene geplante Übertragung der Fondsadministration in Deutschland und Luxemburg an BNP Paribas Securities Services, sowie die Erbringung von Depot- und Verwahrungsdienstleistungen für unsere Publikumsfonds nicht weiter zu verfolgen. Wir werden weiterhin alle Optionen zur Verbesserung der operativen Effizienz prüfen.

Organisatorische Veränderungen

Nach der Ernennung von Asoka Wöhrmann zum CEO im vierten Quartal wurden zwei weitere Änderungen in der Geschäftsführung der DWS vollzogen: Mark Cullen wurde zum Chief Operating Officer und Dirk Goergen zum Head of EMEA Coverage ernannt. Jon Eilbeck und Thorsten Michalik haben das Unternehmen verlassen. Mark Cullen und Dirk Goergen bringen eine Vielzahl von Qualitäten für ihre neuen Rollen mit.

Um unsere regionale Managementstruktur weiter zu verbessern, haben wir zusätzlich zu der bisherigen Rolle des Head of Americas auch Regional Heads für EMEA und APAC ernannt. Sie sind für die Verzahnung unserer einzelnen Geschäftsfelder von der Investmentplattform über den Vertrieb, den Betrieb und die Verwaltung unserer regionalen Rechtseinheiten verantwortlich.

Ausblick

Nach unserem Börsengang im März haben wir 2018 wichtige Wachstumsinitiativen auf den Weg gebracht. Wir haben uns auf Produkte und Dienstleistungen konzentriert, mit denen wir uns in einem wettbewerbsintensiven Markt wie ESG oder Alternatives differenzieren können, und strategische Partnerschaften und Allianzen mit Nippon Life, Tikehau Capital und Generali geschlossen. Außerdem haben wir im vergangenen Jahr konsequent daran gearbeitet, unsere Kosteneffizienz zu verbessern und unsere Kostenbasis nachhaltig zu senken.

Wir wollen diese Bemühungen 2019 noch weiter intensivieren. Dazu dienen auch die jüngsten Veränderungen in unserer Organisationsstruktur, wie z.B. die Stärkung der regionalen Führungsstruktur und wichtige Neueinstellungen für unseren Vertrieb und unsere Anlageplattform. Insgesamt werden die strategischen Fortschritte, die wir 2018 erzielt haben, dazu beitragen, den nachhaltigen Erfolg unseres Geschäfts in der Zukunft zu sichern. Wir werden die starke Position in unserem Heimatmarkt behaupten und auf unserem Erfolg in Deutschland als globaler Vermögensverwalter in allen Märkten aufbauen.

Im vierten Quartal 2018 konnten wir eine deutliche Verbesserung sowohl bei der Performance als auch beim Nettomittelaufkommen wichtiger Flagship-Fonds feststellen. Wir gehen davon aus, dass dies ein wichtiger Treiber für Nettomittelaufkommen im Jahr 2019 sein wird. Dazu kommt unsere Expertise im ESG-Bereich, der immer mehr an Bedeutung gewinnt und für den wir erwarten, Mandate hinzuzugewinnen. Des Weiteren gehen wir nicht davon aus, dass sich die Größenordnung der Nettomittelabflüsse in Höhe von EUR 10 Milliarden bei den Versicherungsmandaten, der Effekt der US-Steuerreform-Abflüsse in Höhe von EUR 11 Milliarden oder die negativen Auswirkungen der Einführung von MiFID II auf die Nettomittelaufkommen im Jahr 2019 wiederholen werden.

Nicht zuletzt hat das Management der DWS die erfolgreichen Initiativen zur Steigerung der Kosteneffizienz beschleunigt, durch die wir unsere Kostenbasis 2018 deutlich senken konnten. Dadurch wollen wir unsere Kostenbasis 2019 weiter reduzieren und uns mittelfristig auf die angestrebte Aufwand-Ertrags-Relation von weniger als 65 Prozent zubewegen. Für 2019 – und damit vor unserer mittelfristigen Planung – streben wir an, das obere Ende unseres Ziels für die Bruttoeffizienzeinsparungen von EUR 125 bis 150 Millionen gegenüber 2017 zu erreichen.

Die in dieser Quartals-Mitteilung enthaltenen Zahlen für das Jahr 2018 sind vorläufig und untestiert.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Adib Sisani
Tel. +49 69 910 61960
E-Mail: adib.sisani@dws.com

Karsten Swoboda
Tel. +49 69 910 14941
E-Mail: karsten.swoboda@dws.com

Webcast/Call
Asoka Wöhrmann, Chief Executive Officer, und Claire Peel, Chief Financial Officer, werden die Ergebnisse in einem Investoren- und Analystencall am 1. Februar 2019, um 10.30 Uhr deutscher Zeit im Detail erläutern. Der Call wird auf Englisch abgehalten und kann sowohl live als auch im Anschluss als Aufnahme hier abgerufen werden: https://dws.com/de/unser-profil/ir/berichte-und-events/finanzberichte/. Weitergehende Informationen werden unter https://dws.com/de/unser-profil/ir/ veröffentlicht.

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