Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken: ESG | Pflicht oder Kür?

„Net zero Economy“ so lautet die hoch ambitionierte Wirtschaftsstrategie der Europäischen Union, mit dem Ziel die Emission von Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 auf „netto null“ zu reduzieren.

Zusammenfassung

Revolutionierung der Finanzindustrie

Glaubt man der neuen EU-Komissionschefin Ursula von der Leyen, soll die Europäische Union zum klimapolitischen Zug-pferd werden. Ziel soll es sein, die EU bis 2050 klimaneutral auszurichten. Hierzu bedarf es laut der EU Kommission nicht nur jährlicher Investitionen von mind. EUR 180 Mrd., sondern auch einer Reihe von Instrumenten zur Reallokation von Kapital. Spannend dabei ist die Funktion der Finanzindustrie, denn bei der Neuausrichtung von Kapitalströmen zugunsten nachhaltiger Investitionen sollen Banken, Vermögensverwal-ter und institutionelle Anleger eine entscheidende Rolle spielen. Welche absehbaren Auswirkungen der regulatorischen Agenda auf Sie zukommen und welche Maßnahmen Sie bereits heute betreffen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Eines ist klar, das Thema “Nachhaltigkeit” genießt aktuell, gesellschaftlich und politisch große Aufmerksamkeit. An den Kapitalmärkten wird das Thema zurzeit intensiv dis-kutiert. Nach ökologischen, sozialen und die Unternehmens-führung betreffenden Aspekten zu investieren gewinnt mas-siv an Bedeutung. Dabei lautet die Zauberformel ESG (Environmental, Social & Governance).  Diese rasante Entwicklung bekommt nun prominente Unterstützung aus Brüssel. Mit Hilfe einer ganzheitlichen Strategie zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums möchte die EU-Kommission die Nachhaltigkeit als festen und integralen Bestandteil im euro-päischen Finanzmarkt verankern.

Ausgehend vom Pariser Klimaabkommen 2015, bei dem sich die EU und Regierungen weltweit zum Ziel einer nachhaltige-ren Wirtschaft und Gesellschaft bekannt haben, wurden die Weichen für die Begrenzung der Klimaerwärmung auf deut-lich unter 2°C bis 2030 gegenüber dem vorindustriellen Niveau gestellt. Zur Förderung eines ökologischen und nachhaltigen Wirtschaftssystems, welches dem Klimawandel und der Ressourcenverknappung entgegenwirkt, rollt die EU-Kommission derzeit Pläne für einen Goldstandard für grüne Investitionen aus, mit dem Ziel, Kapital umzuleiten. So soll der Übergang zu einer nachhaltigeren Gesellschaft finanziert werden. Das regulatorisch hochkomplexe Projekt hat einen unscheinbaren Namen – EU Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums – die Auswirkungen sind jedoch revolutionär. Die EU will die erste Staatengemeinschaft sein, die Regeln festlegt, welche insbesondere Banken & institutionelle Investoren, wie etwa Versicherungen und Pensionskassen dazu verpflichtet, Nachhaltigkeit in der Anlageentscheidung zu berücksichtigen. Damit soll der Kapitalmarkt grüner werden und die Pariser Klimaziele unterstützt werden.

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