Tag der Erde 2021

Es gibt nur eine Erde – daran erinnert uns jeweils am 22. April der „Earth Day“. Dieser Tag soll der Gesellschaft bewusst machen, dass die Erde unsere Lebensgrundlagen liefert und dass unser derzeitiger Lebens- und Wirtschaftsstil nicht nachhaltig und eine Kurskorrektur dringend nötig ist.

In den 1950er Jahren begannen wir Menschen, Klima und Ökosystem unseres Planeten dominierend zu prägen[1]. Spätestens von da an, so Geologen, Biologen und Atmosphärenforscher, gab es von allem zu viel, um nachhaltig zu sein – zu viel intensive Landwirtschaft, Mobilität, Verstädterung, Müllproduktion und Rohstoffverbrauch.

Fast 75 Prozent[2] der eisfreien Erdoberfläche hat der Mensch so bereits verändert und damit die Tierwelt und die Natur in immer kleiner werdende Bereiche des Planeten verdrängt[2]. Essenzielle Lebensgrundlagen wie Wasser, fruchtbare Böden und Industrierohstoffe werden knapper. Wollten wir in 30 Jahren, mit dann knapp 10 Milliarden Menschen, noch an unserer heutigen Nutzung der Erde festhalten, bräuchten wir dreimal[3] deren heutige Ressourcen – also dreimal mehr Öl, Gas, Kohle, Erz, Industriemetalle, Seltene Erden, Nutzpflanzen und Nutztiere[4].

Da dies unmöglich ist, bleibt uns als einziger Weg nur, den Planeten zu schützen, Verlorenes wiederherzustellen und unsere Lebens- und Wirtschaftsweise auch mit Hilfe moderner Technologien deutlich zu ändern. Denn es gibt nur eine Erde – daran erinnert uns jeweils am 22. April der „Earth Day“, der in diesem Jahr unter dem globalen Motto „Restore Our Earth“ – die Erde wiederherstellen – steht.

 

Allein die Aufgabe Klimaschutz ist gewaltig. Die Wetterextreme nehmen zu, wir erleben mehr Dürren und Stürme und der Meeresspiegel steigt in vielen Regionen bedrohlich. In den nächsten 10 Jahren müssen wir 197[5] Milliarden Tonnen CO2 einsparen, um die Erderwärmung unter 2 Grad Celsius zu halten – das ist die Vereinbarung des immer wieder zitierten Pariser Klimaabkommens, das alle führenden Nationen der Welt unterzeichnet haben[6].

ESG

Chart of the Week: Earth Day

Viele Sektoren sind von der Natur abhängig. Zeit zum Umdenken für Investoren.

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Wiederaufforstung und die Vermeidung von Abholzung wären effektive Wege, die helfen könnten, dieses Ziel zu erreichen. Doch 2019 verlor die Erde eine Waldfläche von 30 Fußballfeldern[7] pro Minute, vor allem an die Landwirtschaft[8]. Die Ressource Wald könnte jedoch bei bewusster Bewirtschaftung auch in Zukunft unser Wasser aufbereiten, Sauerstoff erzeugen, die Artenvielfalt erhalten, nachwachsenden Baustoff produzieren und nicht zuletzt Millionen Arbeitsplätze bieten.

Pharmaindustrie im Wettlauf gegen die Zeit

Die Zerstörung der Natur beeinträchtigt die Entwicklung von Medikamenten[9]

Verlust von fruchtbaren und gesunden Böden.png

Ähnlich wichtig sind die Ozeane als Grundlage allen Lebens. Überfischung, Überhitzung, Übersäuerung und Plastikmüll prägen ihren momentanen Zustand. Dabei produziert das pflanzliche Leben im Meer seit Jahrtausenden 70 Prozent unseres Sauerstoffs und die Ozeane absorbieren ein Drittel allen Kohlendioxids[10]. Würde man die wirtschaftliche Wertschöpfung dieser gigantischen Wassermassen beziffern, käme man auf jährlich 2,5 Billionen Dollar – die achtgrößte „Volkswirtschaft“ der Welt[11].

Meer, Boden und Wald zu erhalten und nachhaltig zu bewirtschaften, lohnt sich. Denn etwa die Hälfte der Erdbevölkerung ist mittlerweile mit den Nachteilen zu intensiver Bodennutzung konfrontiert – mit schwindender Fruchtbarkeit, wachsender Trockenheit und abnehmender Biodiversität. Investitionen in die Vermeidung von Landdegradierung und die Wiederherstellung natürlicher Böden sind sinnvoll, denn der wirtschaftliche Nutzen übersteigt die Kosten bei weitem. Im Schnitt brächte jeder dort investierte US-Dollar einen Vorteil von etwa 10 US-Dollar[12].

„Angesichts der zahlreichen und massiven Bedrohungen des Lebensraums Ozean müssen wir schnell und umfassend handeln. Dafür brauchen wir smarte Lösungen“

Paul Buchwitz, Fondsmanager des DWS Invest SDG Global Equities

„DWS Fokus on" - Jetzt lesen

Verlust von fruchtbaren und gesunden Böden

Nur eine der negativen Folgen des Klimawandels[13]

Verlust von fruchtbaren und gesunden Böden.png

Der „Earth Day“ am 22. April appelliert an uns, die nachhaltigen Lebensgrundlagen die der Planet Erde bietet wiederherzustellen. Dazu müssen wir die einmalige Rohstoffverwendung in Rohstoffkreisläufe überführen, die fossile Energieerzeugung durch erneuerbare Quellen ersetzen und die ökologisch schwer angeschlagenen Böden, Wälder und Meere wiederbeleben.

Dabei können uns mittlerweile verfügbare Durchbruchstechnologien helfen. Moderne Biotechnologie, Genetik, Mikroelektronik, Informationstechnologie, Antriebs- und Energiegewinnungstechnik bieten ein enormes Potential, um nachhaltig auf der Erde zu leben.

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Nachhaltige Investmentfonds können hierbei eine Rolle spielen. Denn ein Aktieninvestment bedeutet Eigentümer zu werden und mitentscheiden zu können. Als Treuhänder übernehmen Vermögensverwalter wie die DWS diese Aufgabe. So kann durch Dialog mit Unternehmen ein Wandel hin zu nachhaltigen Technologien, Produkten und Prozessen unterstützt und eingefordert werden.[14]

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DWS Invest ESG Climate Tech

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1 . https://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/anthropozaen/216925/das-woerterbuch-zum-anthropozaen?p=all

2 . https://www.un.org/sustainabledevelopment/biodiversity/

3 . https://www.un.org/sustainabledevelopment/sustainable-consumption-production/

4 . https://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/anthropozaen/216925/das-woerterbuch-zum-anthropozaen?p=allble-consumption-production/

5 . https://nature4climate.org/news/saving-the-planet-may-not-as-expensive-as-we-thought/

6 . https://nature4climate.org/news/saving-the-planet-may-not-as-expensive-as-we-thought/

7 . https://www.worldwildlife.org/threats/deforestation-and-forest-degradation

8 . https://www.worldwildlife.org/threats/deforestation-and-forest-degradation

9 . Quelle: WEF (January 2020). Nature risk rising.

10 . https://www.nationalgeographic.org/activity/save-the-plankton-breathe-freely/?ar_a=1

11 . https://www.weforum.org/agenda/2020/06/human-impact-ocean-economy

12 . Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) assessment report on land degradation and restoration. https://zenodo.org/record/3237393#.YGwqmdgzbwJ

13 . Quelle: https://www.un.org/sustainabledevelopment/biodiversity/

14 . Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können. Quelle: DWS International GmbH, Stand 24.04.2021

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